In geringen Mengen kann Vitamin D durch die Nahrung aufgenommen werden: beim Verzehr von fetthaltigen Seefischen wie Lachs, Makrele, Sardinen sowie durch Pilze und durch Vitamin D-angereicherte Margarine. Lebensmittel mit Vitamin D anzureichern, ist wegen der Gefahr einer Überdosierung prinzipiell verboten; für einige wenige Produkte (wie zum Beispiel Margarine) gibt es jedoch eine Ausnahmegenehmigung.

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Mehr als durch Lebensmittel wird der Körper durch Sonnenlicht mit Vitamin D versorgt, das dessen Bildung in der Haut fördert. Dafür sollte die unbedeckte Haut allerdings möglichst täglich der Sonne ausgesetzt werden, im Winter am besten bei einem Spaziergang in der Mittagszeit. Kinder sollten möglichst viel draußen spielen können. Doch Vorsicht: Anders als die Haut der Erwachsenen kann sich die von Kleinkindern noch nicht so gut vor Sonnenlicht schützen. Deshalb sollte der Nachwuchs erst ab dem zweiten Lebensjahr überhaupt in die Sonne: sehr kurz, keineswegs zur Mittagszeit - und vor allem in optimale Kleidung gehüllt. Cremes mit Lichtschutzfaktor können verhindern, dass sich Vitamin D bildet. Das trifft natürlich ebenso auf Sonnenschutzmittel zu - dennoch sind sie unerlässlich, um Sonnenbrand und Hautkrebs vorzubeugen.
Ein Mangel an Vitamin D kann zur Ausbildung von Osteoporose oder zu Knochenerweichungen (Osteomalazie) führen. Er wird auch im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, einem höheren Krebsrisiko, Rheuma oder Diabetes mellitus (Typ 1) diskutiert.
Bei einer Osteoporose verringern sich die Knochenmasse und die Stabilität des Knochengewebes. Die Knochen werden anfälliger für Brüche, insbesondere der Hüfte, der Wirbelsäule und der Handgelenke. Mit steigendem Alter steigt das Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Grund hierfür ist häufig eine qualitativ schlechtere Ernährung und somit eine geringere Aufnahme von Calcium und Vitamin D, fehlende körperliche Betätigung sowie eine geringere Bestrahlung durch Tageslicht und eine abnehmende Eigenproduktion. Möglicherweise schützt zusätzliches Vitamin D Hochbetagte durch eine verbesserte Funktion des Stütz- und Bewegungsapparats auch vor Stürzen.
Wer braucht zusätzliches Vitamin D?
Ein Vitamin-D-Präparat kann sinnvoll sein für Senioren, vor allem für Hochbetagte, ebenso für Personen, die sich wenig im Freien aufhalten, ihre unbedeckte Haut selten der Sonne aussetzen oder einen dunklen Hauttyp haben. Bei der Einnahme von Vitamin D-Präparaten ist jedoch Vorsicht geboten: Kopfschmerzen, Übelkeit und Appetitlosigkeit, schlimmstenfalls Knochenentkalkung und Nierensteine können die Folge von Überdosierungen sein. Daher sollten Vitamin D-Präparate nur nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden. Besteht bereits eine Erkrankung oder werden regelmäßig Medikamente eingenommen, sollte auch der Apotheker in die Entscheidung für das richtige Produkt miteinbezogen werden.
Für Säuglinge und Kleinkinder gibt es zur Rachitis-Vorbeugung spezielle Produkte, die vom Kinderarzt verordnet werden.

