Die Früchte der Schlehen, auch Schwarzdorn genannt, enthalten reichlich Gerbstoffe und weisen einen herbsauren Geschmack auf.
Ihr mildes Aroma entwickelt sich bei den ersten Frösten, nach starkem Frost schmecken sie bisweilen mehlig-süß. Trotzdem gilt die Wildfrucht roh als kaum genießbar.
Schlehenfrüchte werden daher zu Gelee, Marmeladen, Sirup oder zu „süßsauren Schlehen“ (eine Beilage zu Wildgerichten) weiter verarbeitet.
Leider werden die Schlehen nach Frosteinwirkung nicht nur aromatischer sondern auch weicher und platzen beim Pflücken schnell auf. Alternativ kann man die noch festen Früchte vor dem ersten Frost pflücken und für einige Tage im Gefrierfach lagern.
Die Kerne der Schlehe enthalten das giftige Blausäureglykosid Amygdalin und dürfen nicht verzehrt werden. Der Erntezeitpunkt hat keinen Einfluss auf den Blausäuregehalt der Kerne.
