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Unübersehbar stehen sie in den Kühlregalen: Trinkfläschchen und Joghurtbecher mit Probiotika. Häufig zu finden sind diese funktionellen Zutaten auch in anderen Lebensmitteln wie Müsli, Wurstwaren, Fruchtsäften und Margarinen.. Probiotika sind isolierte, lebende Bakterien, die im Gegensatz zu den herkömmlichen Milchsäurebakterien widerstandsfähiger gegen Verdauungssäfte sind und deshalb in größerer Anzahl lebend den Dickdarm erreichen. Sie bevölkern dann für einige Tage den Darm, siedeln sich jedoch nicht dauerhaft an. Ein großer Teil des Immunsystems ist im Darm lokalisiert, eine wesentliche Rolle spielen dabei die Darmbakterien. Doch probiotische Bakterienstämme haben keinen nachweislich positiven Einfluss auf die Gesundheit, so die eindeutige Einschätzung der EFSA. Zwar befinden sich noch über 200 Aussagen zu Probiotika, die sich auf deren Wirkung beziehen, in einem Nachprüfverfahren, vorerst jedoch ist die Werbung verboten. Nur bei drei Stämmen von Milchsäurebakterien, bei denen es sich aber nicht um Probiotika handelt, sahen die Experten die Aussage "fördert die Laktoseverdauung" als belegt an.
Gesundheitswerbung mit Trick weiter möglich
Gesundheitsbezogene Angaben ("Health Claims") auf Lebensmittelverpackungen dürfen nur gemacht werden, wenn sie durch die EU zugelassen sind. In der veröffentlichten Positivliste mit 222 erlaubten Aussagen steht auch Vitamin C "zur Aufrechterhaltung einer normalen Funktion des Immunsystems". Hersteller von probiotischen Lebensmitteln, die ihren Produkten bestimmte Mengen Vitamin C zusetzen, dürfen daher weiterhin mit einer günstigen Wirkung auf das Immunsystem werben, müssen das aber in Zusammenhang mit dem Vitamin darstellen. Die Praxis zeigt, dass dieser Trick gerne genutzt wird - etwa indem genügend Vitamin C in Form von Acerola. zugesetzt wird.
Tipp
Sauermilchprodukte aus dem Kühlregal wie Joghurt, Kefir oder Dickmilch , aber auch milchsauer vergorene Bohnen, Möhren oder Sauerkraut haben einen nachgewiesen günstigen Einfluss auf die Darmflora und das Immunsystem. Zu einer darmfreundlichen Ernährung gehört allerdings noch mehr: eine ballaststoffreiche Kost mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten. Ballaststoffe fördern eine gesunde Darmflora und stärken somit auf natürliche Weise die Abwehrkräfte. Wichtig ist außerdem , sich ausreichend zu bewegen, am besten im Freien.
Sauermilchprodukte aus dem Kühlregal wie Joghurt, Kefir oder Dickmilch , aber auch milchsauer vergorene Bohnen, Möhren oder Sauerkraut haben einen nachgewiesen günstigen Einfluss auf die Darmflora und das Immunsystem. Zu einer darmfreundlichen Ernährung gehört allerdings noch mehr: eine ballaststoffreiche Kost mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten. Ballaststoffe fördern eine gesunde Darmflora und stärken somit auf natürliche Weise die Abwehrkräfte. Wichtig ist außerdem , sich ausreichend zu bewegen, am besten im Freien.

