Wohl kaum ein Kind kann sich vorstellen, ganz ohne Schokolade zu leben. Wie Bananen, Orangensaft, Pfeffer und Tee ist sie eine Selbstverständlichkeit unseres Lebensmittelangebots. Doch nur wenige Kinder wissen, dass die Erzeuger der eigentlich exotischen Genüsse in Ländern wie Brasilien, Mexiko, Bolivien oder Ghana mit dem Anbau und Verkauf von Kakaobohnen ihren Lebensunterhalt kaum bestreiten können.
Häufig arbeiten auch Kinder auf Kakaoplantagen, um einen Beitrag zur Existenzsicherung ihrer Familien zu leisten. Regelmäßig zur Schule gehen zu können, ist unerreichbarer Luxus für diese Kinder. International anerkannte Menschen- und Arbeitsrechte werden oft missachtet.
Kinder und Eltern bei uns können etwas für die Kakaoproduzenten tun, nämlich fair gehandelten Kakao und Schokolade kaufen! Bei deren Anbau und Erzeugung werden soziale und ökologische Mindeststandards eingehalten: So sind die Arbeiter beispielsweise krankenversichert, Kindern und Erwachsenen wird der Zugang zu Bildungsangeboten ermöglicht. Fair gehandelte Produkte bieten den Erzeugern höhere und vor allem sichere Einkommen. In Deutschland haben sie jedoch nur ein Prozent Marktanteil.
Gezielte Aufklärungsarbeit macht deutlich, wie wichtig es ist, beim Einkaufen auf faire Produkte zu achten. Der Workshop ‚Schokologie’ der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hilft, den Weg der Schokolade und die Bedingungen, unter denen sie produziert wird, nachzuvollziehen. Spielerisch wird Kindern der Klassenstufen fünf bis sieben vermittelt, warum es gut ist, im Handel nach fairen Produkten zu greifen und dafür ein paar Cent mehr auszugeben.
"SCHOKOLOGIE: IMMER FAIR BLEIBEN - AUCH BEIM NASCHEN"
lautet das Motto eines Workshops zum Thema Fairer Handel, den die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg für weiterführende Schulen anbietet. Das Angebot richtet sich insbesondere an Schüler/innen der 5. bis 7. Klassen.
Die Schüler/innen erfahren mit Hilfe erlebnisorientierter und interaktiver Elemente, dass Fairer Handel Nachhaltigkeit im Sinne sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Verantwortung bedeutet.
Schokolade kennt jeder und mag fast jeder. Deswegen rückt die Ausstellung die beliebte Süßigkeit ins Zentrum und stellt u.a. weltwirtschaftliche Zusammenhänge anschaulich dar.
Schüler/innen erfahren, was sich hinter dem Begriff "Fairer Handel" verbirgt und welche Unterschiede zwischen dem konventionellen und dem Fairen Handel bestehen. Sie eignen sich Wissen zu den Siegeln an, die fair gehandelte Produkte kennzeichnen.
Abschließend entwickeln Schüler/innen Ideen für einen eigenen Beitrag zur Förderung des Fairen Handels.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an ernaehrung@vz-bw.de oder telefonisch montags bis freitags zwischen 9 oder 12 Uhr unter der Nummer 01803-892298 (0,09 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz, aus Mobilfunknetzen höchstens 0,42 Euro pro Minute) möglich.
