„School-Kids“ und „Pre-Teens“ – von Beginn an sind Kinder Zielgruppen der Konsumgüterindustrie. Familie, Freunde, Medien: Geld- und Konsumsozialisation der Kinder findet im Alltag statt. Ob fetzige Hip-Hop Kühe oder Spitzensportler-Haselnuss-Creme - Kinder werden frühzeitig aktiv umworben und sie lernen, dass Geld mehr ist als nur ein Tauschmittel. Geld ist auch mit Werten verknüpft: Zuwendung, Strafe, Liebe, dazugehören, teilnehmen können. Kindliche Geld- und Konsumsozialisation zahlt sich aus. Nicht nur als Gewinn für die Unternehmen - erzieht sie zur Kritikfähigkeit, kann sie auch konstruktiver Wegbegleiter durch verlockende Warenwelten sein.
Das Projekt „Kritische Kinder konsumieren klug“ der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat zum Ziel, Kindern einen autonomen, vernünftigen und kritischen Umgang mit Geld und Konsum zu vermitteln. Es richtet sich an Acht- bis Zwölfjährige und wird zunächst im Großraum Stuttgart angeboten. Spielerisch und anhand konkreter Alltagsthemen entdecken Kinder die vielfältigen Erlebnis- und Bedeutungskategorien von Geld und Konsumgütern und lernen, sie selbstbewusst zu hinterfragen.
Weitere Ziele des Projektes sind die bewusste Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse und Wünsche sowie der spielerische und aktive Umgang mit unterschiedlichen Medien. Die aktive Gestaltung und die Darstellung eigener Erfahrungen im Umgang mit Geld und Konsum stärken das kindliche Selbstbewusstsein.
Im Großraum Stuttgart bietet die Verbraucherzentrale Veranstaltungen für Gruppen der offenen Kinder- und Jugendarbeit an. Kontakt: Patrick Herzog, Tel: 0711-66 91 47 66, herzog@vz-bw.de.
Finanziert wird das Projekt von der Stiftung Kinderland des Landes Baden-Württemberg.

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