Allerdings hat der technische Fortschritt dazu geführt, dass ein Gerät, welches vor wenigen Jahren noch Spitzenklasse im Stromsparen war, jetzt im Mittelfeld der ‚A’-Klasse liegt. Deswegen wird es allerdings nicht auf ‚B’ zurückgestuft, sondern bleibt weiterhin in der ‚Spitzenklasse’ A. Neuere Kühlgeräte und Waschmaschinen, die noch weniger Energie brauchen, werden mit ‚A’ und einem oder zwei zusätzlichen ‚+’-Zeichen gekennzeichnet.
Vor einer Neuanschaffung sollte man daher auf jeden Fall prüfen, welche Geräte wirklich sparsam sind. Die Datenbank
"Besonders sparsame Haushaltsgeräte" gibt aktuelle Auskunft. Sie listet die echten Strom- und Wassersparer unter den im Handel angebotenen Haushaltsgroßgeräten. Auch die Bedingungen zur Vergabe der Energielabel sind detailliert erläutert. Neben der Spargeräteliste tragen auch unabhängige Testergebnisse zu einer optimalen Entscheidung bei. Steht bei einem älteren Gerät eine kostspielige Reparatur ins Haus, sollte man grundsätzlich eine Neuanschaffung prüfen. Der ‚ökologische Rucksack’
Ist ein älteres Gerät noch voll funktionsfähig und verbraucht nicht außergewöhnlich viel, macht eine Neuanschaffung nicht immer Sinn. Denn auch Herstellung, Lagerung, Verkauf, Transport und Entsorgung von Geräten kosten Energie. Dieser Aufwand wird auch als ‚ökologischer Rucksack’ bezeichnet. Leider sind solche ‚Rucksäcke’ bisher nur für wenige Produkte konkret berechnet worden. Schiebt man den Ersatz eines älteren, voll funktionsfähigen Gerätes auf, kommt man bei einer irgendwann später unausweichlichen Neuanschaffung möglicherweise in den Genuss technologischen Fortschritts, der im Verhältnis zu dem derzeitigen Marktangebot weitere Energieeinsparungen mit sich bringen könnte.
Nutzungsverhalten prüfen!
Wer einen noch funktionsfähiges älteres Gerät nicht ersetzen möchte, sollte mit geändertem Nutzungsverhalten Stromverbrauch und –kosten senken: Etwa eher bei niedrigen Temperaturen waschen und spülen sowie Spül- und Waschmaschine immer optimal befüllen, oder sich beim Kochen überlegen, was man alles aus dem Kühlschrank benötigt und das Gerät nur einmal öffnen. An Gefriertruhen oder –schränke kann man Listen hängen, die Auskunft über den Inhalt einzelner Körbe und Schubladen geben, damit man sofort findet was man braucht. Auch wer sich die Mühe macht, die Wäsche wann immer möglich im Freien auf der Leine zu trocknen, spart richtig Strom.
