Top- oder Frontlader: Diese beiden Typen unterscheiden sich grundlegend in der Bauform. Top-Lader werden von oben befüllt und sind mit einer Breite von 40 bis 45 cm sehr platzsparend. Sie eignen sich vor allem beim Einsatz in engen Räumen, sind allerdings meist etwas teurer. Günstigere Preise und mehr Auswahl finden Sie bei den klassischen Frontladern, die über das runde "Bullauge" an der Vorderseite befüllt werden. Je nach Fassungsvermögen sind Frontlader meist 50 bis 60 cm breit. Stand- oder Einbaugerät: Frontlader gibt nicht nur als Standgeräte. Waschmaschinen, die ohne Abdeckplatte direkt unter eine Arbeitsplatte montiert werden können, werden als Unterbau-Gerät bezeichnet. Dann gibt es noch voll integrierbare Geräte, bei denen vor der Befüllungsluke eine Möbeltür angebracht werden kann. Damit fügt sich die Waschmaschine optisch nahtlos in eine Küchenzeile ein. Toplader sind aufgrund ihrer speziellen Konstruktion nur als Standgerät erhältlich.
Die richtige Größe: Übliche Waschmaschinen fassen 5 bis 6 Kilogramm Wäsche. Es gibt aber auch schon Großversionen mit bis zu 8 Kilogramm Fassungsvermögen. Sie sind eher für Haushalte geeignet, in denen die Waschkörbe häufig überquellen. Kleine Maschinen mit einem Volumen von 3 bis 4 Kilogramm eignen sich nur für Haushalte mit 1-2-Personen, die wenig waschen. Tipp: Entscheiden Sie sich für eine Größe, bei der sie die Trommel regelmäßig vollpacken können.
Schleuderleistung: Je höher die maximale Schleuderleistung, desto weniger Strom braucht der Trockenvorgang bei einem Trockner und desto teurer ist die Maschine. Teurere Geräte haben neben der höheren Drehzahl eine mehrstufige Drehzahlvorwahl, um die Besonderheiten einzelner Textilien berücksichtigen zu können. Das umfangreichste Angebot und das beste Preis-Leistungsverhältnis findet man bei Waschmaschinen mit 1200 bis 1400 Umdrehungen pro Minute (U/Min). Frontlader mit 1600 U/min sparen beim Einsatz eines Wäschetrockners mehr Energie. Trocknet die Wäsche an der Luft, reichen niedrigere Drehzahlen. Allerdings sollte die Schleuderleistung nicht unter 1000 U/min liegen.
Einfache Bedienung: Vor dem Kauf einer Waschmaschine sollte man sich die Programmwahl vorführen lassen. Wichtige Punkte sind eine einfache Programmwahl, klare Beschriftung und Anzeige des Programmablaufs sowie die Möglichkeit, das Waschprogramm zu ändern. Auch Größe der Türöffnung, Öffnungswinkel und Anschlagseite (meist links) können bei der Wahl eine Rolle spielen.
Geringe Lärmentwicklung: Beachten sollte man auch die Geräuschentwicklung der Waschmaschine. Sie ist vor allem für Verbraucher wichtig, die das Gerät in der Wohnung aufstellen wollen. Von sehr laut bis leise ist hier alles möglich. Allerdings fällt die Geräuschbelastung während des Waschvorganges stärker ins Gewicht als die beim Schleudern. Trotz der teils hohen Drehzahlen beim Touren werden nur kurzeitig hohe Lärmwerte erreicht. Auf dem Energielabel wird sowohl der Lärmpegel beim Waschgang als auch beim Schleudern angegeben.
Wichtige Ausstattung: Je mehr Ausstattung, desto teurer die Maschine. Es empfiehlt sich daher, den eigenen Bedarf zu prüfen. Bestimmte Waschprogramme, Energiesparprogramme und Mengenautomatik sind heute selbstverständlich. Empfehlenswert ist darüber hinaus ein integriertes Wasserschutzsystem, Stufen- und Kurzschleudern, eine Unwuchtkontrolle und freie Temperaturwahl. Eine Startzeitvorwahl ist günstig, wenn man preiswerten Nachtstrom nutzen will. Sinnvoll aber nicht erforderlich sind Zusatzausstattungen wie Einweichprogramm, sensorgesteuerte Schaumkontrolle und gute Geräuschdämmung.
Niedriger Strom- und Wasserverbrauch: Die Waschmaschine sollte wenig Strom und Wasser verbrauchen. Es empfiehlt sich deshalb, beim Kauf auf niedrige Verbrauchswerte zu achten, insbesondere bei Billigangeboten.

- EU-Label für Waschmaschinen
Obwohl der Strom- und Wasserverbrauch bei den Geräten generell gesunken ist, ist die Spannbreite insgesamt noch groß. So gibt es sparsame Maschinen, die mit 37 Liter Wasser und 0,78 kWh Strom 6 Kilogramm (kg) Wäsche sauber bekommen, aber auch Strom- und Wasserverschwender, die dafür bis zu 65 Liter und weit über 1 kWh Strom benötigen. In der Anschaffung günstige Geräte sind unter dem Strich oft teurer. Da alle handelsüblichen Maschinen in der Effizienzklasse nicht schlechter als "A" gekennzeichnet sein dürfen, erkennt man besonders energiesparende Modelle an der Anzahl der Pluszeichen. Seit der Reform des Energielabels 2010 kennzeichnet A+++ die höchste Effizienzklasse bei Waschmaschinen; A-Geräte ohne Pluszeichen weisen die geringste Effizienz auf. Ähnlich wie bei Geschirrspülern wird anstelle des Energieverbrauchs pro Waschgang neuerdings der Energieverbrauch im Jahr angegeben. Auch die Klasse der Schleuderwirkung ist auf dem neuen Label zu finden. Die Darstellung der Reinigungswirkung hingegen entfällt, da mittlerweile alle Geräte mindestens die Kriterien der Klasse A erfüllen müssen. Eingeführt wurden zudem Lautstärkesymbole, die den Lärmpegel sowohl beim Waschen als auch beim Schleudern angeben.
Sicherheit: Achten sollten Verbraucher darauf, dass das Gerät ein Sicherheitszeichen wie das CE-, GS- und VDE-Zeichen hat. Besonders wenn die Maschine in der Wohnung stehen soll, ist zum Schutz vor Wasserschäden ein integriertes Wasserschutzsystem zu empfehlen.
Wichtig ist auch eine Wasserentleerung bei blockiertem Programm. Der Entleerungsschlauch muss leicht zugänglich sein und so hoch über dem Boden liegen, dass ein Gefäß zum Auffangen des Restwassers untergestellt werden kann.
