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Küchenkleingeräte

Tipps für den Einkauf

Kücheneinrichtung
Foto: istockphoto_chandlerphoto

Die "Heinzelmännchen in der Küche" - dieses Image verpasst die Hausgeräteindustrie z.B. gern den vielen elektrischen Küchen-Kleingeräten, vom Allesschneider bis zur Zitruspresse. Arbeitserleichterung sollen sie bringen, zur gesunden Ernährung beitragen, dabei möglichst vielseitig sein und im Handumdrehen alles das erledigen, was ohne sie Stunden dauern würde. Nach Gebrauch seien sie leicht zu reinigen und obendrein auch noch Platz sparend.

Kleingeräte als Wegwerfartikel?
Anfallende Reparaturen lohnen häufig nicht, weil sie bei den hohen Stundensätzen so teuer werden wie ein neues Gerät, auch wenn das Ersatzteil nur Centbeträge kostet. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Geräten, die sich auf Grund ihrer Konstruktion gar nicht mehr reparieren lassen! Das Gehäuse kann nicht geöffnet werden und bei einem Defekt bleibt dann nur der Weg zum Müll.

Nach kurzer Zeit eifrigen Ausprobierens verschwinden sie im Küchenschrank, bis sie dann - lange vor ihrem "natürlichen Ende" - vorzeitig im Müll landen. Kleingeräte bestehen überwiegend aus den Kunststoffen Polyethylen, Polystyrol und Polypropylen, sowie aus Aluminium und Chromstahl. Während die Metalle vergleichsweise unproblematisch sind, können insbesondere bei der Verbrennung von Kunststoffen gesundheitsbelastende Zersetzungsprodukte entstehen, die letztlich auch durch aufwendige Filteranlagen nicht völlig zurückgehalten werden.

Akku-Geräte
"Weg vom Netzkabel, das Gerät ist überall ohne lange Leitung einsetzbar. Nach Gebrauch kommt es in die Aufladestation, wo die Akkus wieder fit gemacht werden." So schwärmt die Werbung. Übersehen wird dabei, dass diese Geräte nicht die gleiche Leistungsfähigkeit wie netzbetriebene Modelle besitzen.
Beim Kauf überlegen, ob es unbedingt ein Akkugerät sein muss. Wenn ja, kommt nur ein Modell in Frage, bei dem sich die Akkus bei einem Defekt problemlos vom Gerät trennen lassen, um dann zur Wiederverwertung zu gelangen.

Geräte im Schrank?
Kleingeräte sind im Einzelfall sinnvolle Helfer im Haushalt, aber nur, wenn sie stets schnell zur Hand sind. In den meisten Küchen ist die Arbeitsfläche knapp und neben der Kaffeemaschine und dem Toaster wird es manchmal eng. Also verschwindet das Gerät im Unter- order Hängeschrank, wo noch etwas Platz ist. Dort steht z.B. der Joghurtbereiter zwar gut und sauber, ist aber ungleich schlechter zur Hand, wenn es mal wieder Joghurt geben soll. Von schwereren Geräten wie Küchenmaschine oder Allesschneider ganz zu schweigen.

Verlegenheitsgeschenke
Kaum andere Geräte werden so oft verschenkt wie elektrische Kleingeräte. Besonders in der Vorweihnachtszeit sind die Zeitschriften voll mit Geschenktipps. Mehr als ein Drittel der Haushaltskleingeräte geht als Geschenk über den Ladentisch.

Für den Schenkenden meist eine Verlegenheitslösung, mit der der Beschenkte häufig gar nichts aufzufangen weiß. Ersparen Sie sich und der Umwelt unnötige Kleingeräte!

Weitere Tipps zum Kauf
  • Vergleichen Sie die Preise - Unterschiede zwischen zehn und zwanzig Prozent sind nicht selten.
  • Lassen Sie sich das Gerät mit laufendem Motor vorführen und achten Sie auf den Geräuschpegel.
  • Spiralkabel oder eine Kabelaufwickelvorrichtung an den Geräten vermeiden Kabelsalat.
  • Achten Sie auf Sicherheitszeichen wie das GS- und VDE-Zeichen!

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Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e.V., Paulinenstraße 47, 70178 Stuttgart
Sie finden es im Internet unter: http://www.vz-bawue.de/link636091A.html