Wirklichkeit sieht anders aus: Weder sind die Böden ausgelaugt, noch enthalten die Lebensmittel immer weniger Nährstoffe. Und deshalb braucht`s in der Regel weder angereicherte Produkte noch zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel. Zur Verunsicherung tragen die Begriffe "Bedarf" und Empfehlung" bei. Sehr häufig wird der Fehler gemacht, die für Nährstoffe empfohlenen Zufuhrmengen mit dem persönlichen Bedarf des Einzelnen gleichzusetzen. Dazu gesellt sich dann als falscher Schluss, dass ein Unterschreiten der Empfehlung einen Mangel oder zumindest eine Versorgungslücke bedeute. Tatsächlich ist der Bedarf an Nährstoffen von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Die
Referenzwerte für die Zufuhr enthalten daher eine große Sicherheitsspanne. Sie sind so ausgelegt, dass nahezu alle gesunden Personen optimal versorgt sind. Also: Empfehlung und Bedarf sind nicht dasselbe! Oft ist auch zu hören, dass selbst ein Erreichen der hohen Nährwertempfehlungen noch zu wenig sei, um manchen Krankheiten vorzubeugen. Dazu liegen jedoch bisher keine wissenschaftlich ausreichend gesicherten Erkenntnisse vor, dass daraus neue Empfehlungen abzuleiten wären.
Übrigens: zu Stoffen wie Bioflavonoiden, dem AntioxidansOPC (Oligomeren Procyanidinen oder auch Oligomeren Proanthocyanidinen), Polyphenolen oder anderen sekundäre Pflanzenstoffen gibt es gar keine empfohlenen Mengen. Keiner weiß so ganz genau, wie sie wirken, wenn sie nicht über ein Lebensmittel, sondern isoliert aufgenommen werden.
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