Abzocker
Im Internet locken Seiten mit Softwareprogrammen oder Frei-SMS, andere ködern mit Hausaufgabendiensten, Routenplanern und Rezeptvorschlägen: Mit solch vermeintlich kostenlosen Web-Angeboten ziehen zweifelhafte Firmen neugierigen Nutzern – in erster Linie Jugendlichen – das Geld aus der Tasche.
Wie schon im Vorjahr scheuen die unseriösen Verfasser vor keinem noch so absurden Argument zurück, um die Verbraucher zu bewegen, ihre persönliche Daten in eine Maske einzutragen. Die Verbraucherzentrale rät, die E-Mail sofort zu löschen.
Gern erkundigen sich die Gauner nach persönlichen Daten, auch nach Kontonummern. Die Verbraucherzentrale stellt deshalb klar: Wir rufen weder einfach irgendwo an, um persönliche Daten zu erfragen, noch machen wir am Telefon irgendwelche Verkaufsangebote.
Mit mehr oder weniger raffiniert aufgemachten Abmahnungen wegen vermeintlicher Urheberrechtsverletzung im Zusammenhang mit dem Herunterladen von Musikdateien aus dem Internet schreckt derzeit Abzocker aus Berlin und München zahlreiche Verbraucher auf.
Unseriöse Geschäftemacher machen mit Gesundheitsversprechen am Telefon Kasse: Sie versuchen den Angerufenen Abonnements von Fjord Perlen, einem Nahrungsergänzungsmittel, unterzuschieben.
Die Verbraucherzentrale ruft nicht unaufgefordert bei Verbrauchern an und vertreibt keine Waren am Telefon. Wer von falschen Verbraucherschützern telefonisch behelligt wird, sollte am besten sofort auflegen und die Verbraucherzentrale über die Gaunerei informieren.
Zurzeit geistern Schreiben einer Konrad Herzog & Partner Finanzdienstleistungen mit Postfach in Ambühren durch die Gegend, in denen über die Festsetzung eines nachträglichen Gewinnübergabetermins informiert wird.
Reisen angeblich zum Nulltarif, unzulässige Werbeanrufe unter falschem Namen, Rechnungen über vermeintliche Abonnements, Inkassodrohungen für angebliche Internetdienste: Auch 2011 verging keine Woche ohne den Versuch von Abzockern, kräftig Kasse zu machen.
Sie locken mit Geldgewinnen, Modeschnäppchen oder Gratis-Software und tarnen sich als Einzugszentrale, Anwaltskanzlei oder Verbraucherschützer. Auch 2010 fielen tausende Verbraucher auf perfide Maschen von Abzockern herein. Wir erzählen im Rückblick noch einmal ihre Geschichten.